Die Mineralsalz-Therapie nach Dr. Schüßler

Dr. Schüßler gründete seine Therapie auf insgesamt 12 Mineralsalze, die er als „Funktionsmittel“ bezeichnete – denn sie erfüllen wichtige Aufgaben in unserem Körper. Sind die Zellen mit diesen 12 Mineralsalzen optimal versorgt, sollen sich viele Funktionsstörungen und Beschwerden wieder verbessern. Mineralsalze sind Bestandteile unserer Körperzellen und für ihre Funktion unentbehrlich. Ist der Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten, kommt es nach Dr. Schüßler zu Störungen der Zellfunktionen. Krankheiten und Beschwerden sind die Folge. Aufbauend auf dieser Annahme entwickelte er eine eigene Heilweise: Er bereitete Mineralsalze so auf, dass die Körperzellen sie leicht aufschließen können. So lassen sich die chemischen Abläufe in den Zellen normalisieren; die Selbstheilung des Organismus wird angeregt.

Die 12 speziell aufbereiteten „Salze des Lebens“ sind nach Dr. Schüßler an der Aufnahme und Verteilung von Mineralsalzen im Körper beteiligt und erfüllen somit wichtige Aufgaben. Kleinste Mengen sorgen nach Dr. Schüßler für entscheidende Impulse in den Zellen, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Der Körper hilft sich selbst. Schüßler-Salzen wird in der Lehre nach Dr. Schüßler eine weitreichende therapeutische Wirkung zugeschrieben: Sie können danach Fehlfunktionen des Organismus normalisieren und Körperfunktionen anregen oder regulieren. Vor allem helfen Schüßler-Salze dem Körper, sich selbst zu helfen – und das ganz sanft, schonend und natürlich.

Homöopathie

Homöopathie hat zwei maßgebliche Prinzipien: Das Regulations- und das Ähnlichkeitsprinzip. Auf ihnen baut die Heillehre der Homöopathie seit ihren Anfängen bis heute unverändert auf. Richtig angewendet ermöglichen das Regulations- und das Ähnlichkeitsprinzip eine zielgerichtete Therapie und passende Auswahl einer geeigneten homöopathischen Medizin.

Das Regulationsprinzip

In der Homöopathie wird der Mensch als ein ganzheitliches System gesehen, das bei einer Erkrankung im Ungleichgewicht ist. Dieses System lässt sich nach Erfahrung homöopathischer Ärzte und Heilpraktiker durch gezielte Reize regulieren und wieder ins Gleichgewicht bringen. Homöopathie setzt solche Reize: Sie wirken als Unterstützung für den Organismus und lösen seine Selbstheilungskräfte aus. So wird eine Heilung aus eigener Kraft möglich.

Das Ähnlichkeitsprinzip

Welcher Reiz aber ist der jeweils richtige? Auf diese Frage fand der Begründer der Homöopathie,  Dr. Samuel Hahnemann (1755–1843), eine Antwort,  die bis heute gilt: „Ähnliches möge durch Ähnliches  geheilt werden“ (similia similibus curentur), bekannt als Ähnlichkeitsprinzip. Praktisch angewendet bedeutet das, dass eine Substanz, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome bei Kranken zu heilen vermag. Hahnemann testete hunderte Substanzen auf ihre Wirkung als homöopathische Arzneimittel. Bis heute sind mehrere Hundert Mittel hinzugekommen, so dass ein vielfältiger Arzneimittelschatz für die gezielte homöopathische Behandlung zur Verfügung steht. Mit ca. 20 bewährten homöopathischen Arzneimitteln gegen die häufigsten Symptome hat man schon eine gute Hausapotheke.

Fachlicher Rat ergänzt die eigene Verantwortung

Zu den Mitteln mit bewährten Indikationen zählen z. B. Arnica, Belladonna, Rhus toxicodendron und Nux vomica. Sie gehören heute zur Basisausstattung jeder homöopathischen Hausapotheke. Für ihre Anwendung gilt, was generell für alle Arzneimittel gilt: ein verantwortungsvoller Einsatz. Apotheker, Arzt und Heilpraktiker sind hier die richtigen Ansprechpartner.

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Bachblüten-Therapie

Der Begründer der Bachblüten-Lehre, der englische Arzt und Homöopath Dr. Edward Bach, vertrat die Meinung, dass die Ursache vieler Krankheiten in einer Disharmonie der Seele liegt. Seine Lehre geht davon aus, dass bestimmte Blumen, Bäume und Quellwasser eine harmonisierende Wirkung auf den jeweiligen seelischen Zustand haben und diesen positiv beeinflussen können. Sie helfen dabei, das eigene Potenzial des Körpers positiv zu unterstützen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.

Bei der Herstellung der Bachblüten Essenzen nach den Herstellvorschriften von Dr. Bach unterscheidet man zwei Methoden: Bei der Sonnenmethode werden die Blüten in eine mit Quellwasser gefüllte Glasschale gelegt. Diese Glasschale wird mehrere Stunden in die Sonne gestellt und erwärmt. Die Kraft der Pflanze wird dadurch auf das Wasser übertragen. Das so imprägnierte Wasser wird zur Konservierung mit Alkohol versetzt, weiterverarbeitet und abgefüllt. Bei der Kochmethode wird die Sonnenenergie durch eine andere Wärmequelle ersetzt. Die Blüten werden sofort nach der Ernte gekocht. Diese Methode wird vor allem dann angewendet, wenn die Blütenzeit der jeweiligen Pflanze in einer sonnenarmen Zeit liegt oder allgemein, wenn es an sonnigem Wetter mangelt.

Phytotherapie

„Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Innern eines jeden von uns liegt.“ Hippokrates 460–377 v. Chr.

Heilkraft aus Pflanzen – Krankheiten mit Heilpflanzen zu behandeln, ist eine der ältesten Errungenschaften der Menschheit. Phytotherapie – abgeleitet vom griechischen Phyton (Pflanze) – bedeutet Heilen mit Pflanzen. Die Heilpflanzen werden in Form von Tees, Tabletten, Tropfen oder Salben genutzt. Pflanzliche Arzneimittel nennt man Phytopharmaka. Viele Krankheiten haben komplexe Ursachen und lassen sich durch Wirkstoffkombinationen besser behandeln als durch einen einzelnen Wirkstoff. Eine Heilpflanze hat immer mehrere Inhaltsstoffe, die verschiedene Prozesse im menschlichen Körper beeinflussen können. Hierdurch ergänzen sich die Effekte und zeigen in der Summe eine Gesamtwirkung.

Das Wissen aus der jahrzehntelangen Erfahrung, insbesondere aber der Wirksamkeitsnachweis durch klinische Studien und das breite Wirkspektrum begründen den hohen Stellenwert vieler Phytopharmaka in der modernen Arzneimitteltherapie. Schon seit Jahrtausenden werden Pflanzen zur Linderung und Heilung von Krankheiten verwendet. Die Phytotherapie gehört damit zu den ältesten Therapieverfahren der Medizin. Für Hippokrates, Galen, Paracelsus und andere bekannte Ärzte der Medizingeschichte gehörten Pflanzen zur Basis der Heilkunde. Im Mittelalter wurden Heilpflanzen in Bauern- und besonders in Klostergärten angebaut. In Deutschland sind Phytopharmaka vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) registriert oder zugelassen. Voraussetzung dafür ist eine umfangreiche Prüfung von Qualität, Nutzen und Risiko. Phytopharmaka sind meistens als Tabletten, Dragees, Kapseln oder Tropfen erhältlich.

Pflanzliche Arzneimittel haben ein breites Anwendungsspektrum bei einer Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden. Im Vergleich zu vielen chemisch-synthetischen Arzneimitteln haben Phytopharmaka geringe Nebenwirkungen. Dennoch sollte bei der Einnahme immer genau auf die Anwendungshinweise geachtet werden. Dies gilt besonders bei gleichzeitiger Einnahme von mehreren Arzneimitteln, da sie sich in ihren Wirkungen gegenseitig beeinflussen können (Wechselwirkungen).

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Misteltherapie

Die Mistel ist im Verlauf der letzten 100 Jahre auf neue Art in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Die keltischen Druiden hatten sie als die «alles Heilende» verehrt. Im Mittelalter wurde sie gegen Leberleiden eingesetzt, später auch zur Blutdrucksenkung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwachte ein neues Interesse für die Mistel. Um das Jahr 1907 fing der Münchner Botaniker Karl von Tubeuf an, alles damals verfügbare Wissen aus Naturwissenschaft, Mythologie und Kulturgeschichte der Mistel zu sammeln, dass er 1923 als «Monografie der Mistel» veröffentlicht hat. Und bereits im Herbst 1904 begann Dr. Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, im Rahmen seiner geisteswissenschaftlichen Lehr- und Forschungstätigkeit über die Mistel zu sprechen.

Seine Impulse wurden von der Ärztin Dr. Ita Wegman aufgegriffen, die gemeinsam mit einem Apotheker das erste Mistelpräparat zur Injektion entwickelte. Bereits 1917 behandelte sie damit in ihrer Zürcher Praxis Krebspatienten mit gutem Erfolg. 1920 war die Misteltherapie dann soweit in ihren Grundzügen ausgearbeitet, dass sie in Dornach, Schweiz, auf dem ersten anthroposophischen Fachkurs für Mediziner vorgestellt werden konnte. 1935 begründete Dr. Ita Wegman gemeinsam mit Kollegen in Arlesheim, Schweiz, den Verein für Krebsforschung, dessen Aufgabe noch heute die kontinuierliche Weiterentwicklung der Misteltherapie ist.

Welchen Stellenwert hat die Misteltherapie im Konzept der integrativen Onkologie?

Die Misteltherapie ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen, also integrativen Krebstherapie und versteht sich als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie. Operation, Chemo-, Strahlen- und/oder (Anti)-Hormontherapien sind etablierte Standardmethoden zur Behandlung einer Krebserkrankung, die durch komplementäre Maßnahmen wie die Misteltherapie sinnvoll ergänzt werden können. Ziel dieser ergänzenden Therapie ist es in erster Linie, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Viele Patienten erleben während der Misteltherapie eine schnelle Verbesserung des Allgemeinbefindens, eine Normalisierung des Schlafverhaltens und auch Appetit und Leistungsfähigkeit nehmen wieder zu. Tumorbedingte Schmerzen können gelindert, das Immunsystem gestärkt und die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie reduziert werden.

Mistelpräparate wirken ganzheitlich

Wenn Patienten nun mit der Misteltherapie beginnen, stehen sie auch vor den Fragen: Was macht das mit mir? Was empfinde ich dabei? Was verändert sich dadurch? Muss ich meinen behandelnden Onkologen informieren?  Jeder wird diese Fragen sicherlich unterschiedlich beantworten und darauf eigene Antworten finden. Vielfach lässt sich beobachten, dass die Mistel aktiviert, die Lebensgeister weckt und von der lähmenden Angst befreit, die häufig nach einer Krebsdiagnose Denken, Fühlen und Handeln bestimmt. Sie trägt dazu bei, von dem Schock der Diagnose Abstand zu gewinnen, herauszufinden aus der Ohnmacht und somit dem Leben wieder positiv zu begegnen.

Mistelextrakte weisen vielschichtige Wirkungen auf. Sie können das Immunsystem anregen, Tumorzellen schädigen und im Gegenzug die Erbsubstanz vor weiteren Schädigungen schützen. Zudem können durch eine Misteltherapie die Nebenwirkungen der Chemo- oder Strahlentherapie vermindert und dadurch die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Auch das tumorbedingte Erschöpfungssyndrom (Fatigue) kann durch eine Misteltherapie deutlich abgeschwächt werden. Die zudem häufig zu beobachtende stimmungsaufhellende und schmerzreduzierende Wirkung von Mistelextrakten wird auf eine vermehrte Ausschüttung von körpereigenen beta-Endorphinen (Morphium- ähnliche Substanzen) zurückgeführt.

Die beobachteten Wirkungen beruhen auf einer Vielzahl verschiedener Substanzen. So enthalten Mistelextrakte über 600 Eiweißstoffe (Proteine), wobei die Mistellektine und die Viscotoxine zu den wichtigsten arzneilich wirksamen Bestandteilen der Mistel zählen. Der Gehalt der verschiedenen Inhaltsstoffe ist abhängig von der Jahreszeit, dem Entwicklungsstand der Pflanze, dem Erntezeitpunkt, dem Standort und dem Wirtsbaum, auf dem sie wächst.

Die Mistel als unabhängige (autonome) Pflanze kann auch Menschen zu ihrer Autonomie verhelfen. Diese ist die notwendige Voraussetzung, das bisherige Leben mit Abstand zu betrachten und das künftige Leben mit Entschlusskraft anzugehen. Darüber hinaus wirkt eine Misteltherapie auch durchwärmend, indem sie die Körpertemperatur wieder normalisiert. Das empfinden viele Krebskranke als besonders angenehm, denn sie frieren und frösteln oft, weil sie ihre Körpertemperatur nicht wie Gesunde regulieren können. Über die Misteltherapie können Patienten einen neuen Zugang zu ihrem Körper finden. Sie lernen, noch besser auf ihn zu hören, seine Signale wahrzunehmen und zu verstehen, ihn zu achten und zu beachten. Das ist vor allem dann wohltuend, wenn aufgrund der Operation der Körper als verletzt oder teilweise zerstört empfunden wird und wenn Zellgifte und Bestrahlung die Körperfunktionen durcheinandergebracht und gestört haben. Hier kann die Mistel helfen, Souveränität, Ruhe und Gelassenheit wiederzufinden.

Die Misteltherapie kann auch dazu beitragen, die Krebserkrankung anzunehmen. Sie schenkt Kraft für individuelle und notwendige Änderungs- und Entscheidungsprozesse und entsprechende Umsetzungen. Und bei schwerer Erkrankung trägt die Misteltherapie dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern.

Sprechen Sie uns von der Apotheke Meis in Cloppenburg gerne an – wir beraten Sie gerne zu alternativen Medikamenten in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt.